Nachdem ich meinen Stolz auf das österreichische Heer in einem dreiminütgen Lachanfall pratktiziert habe begann ich den restlichen Artikel zu lesen.
Vorerst mal: Ich bin sehr froh darüber das die Soldaten unversehrt heimgekehrt sind
Warum bitte kann so etwas passieren?
Wenn man mich fragt kann das wohl nur dem österreichischen Bundesheer passieren.
Mein erster Gedanke wäre, das es an der österreichischen Volkskrankheit Nr. 1 liegt:
Absolutes Vertrauen in fremde Länder und deren Leute. Man lässt ja schließlich alles nach Österreich was rein will und in den anderen Ländern fühlt man sich auch sicher: “Wer wird den uns Österreichern schon etwas tun, wir machen doch gar nichts, wir helfen den Menschen dort nur!”.
Tolle Einstellung, klingt sehr nach unseren Politikern. Was wäre das wohl für ein Drama wenn die beiden Soldaten zu schaden gekommen oder gar getötet worden wären.
Ich bin keinesfalls ein Militärstratege, jedoch finde ich zwei Soldaten in einem Restaurant wo es von potenziellen Angreifern wimmelt, generell etwas gering.
Wenn man dann noch bei einer Panne oder ähnlichem behilflich sein will, sollte man schon ein wenig auf sich aufpassen. Also ich würde dort glaub ich keine Sekunde meine Waffe senken.
Sogar der Herr Minister hat sich darüber aufgeregt, dass dies ein Imageschaden für das Heer sei.
Ja, Herr Minister, da liegen Sie vollkommen richtig.
Mir liegt ja da noch so einiges zusätzlich an Kritik auf der Zunge.
Warum muss Österreich sich überall einmischen. Ein kleiner winziger Punkt auf der Landkarte, der schon wie in den vergangen hundert Jahren nicht einfach einmal still sein kann. Das Vorbild scheint in gewisser Weise die USA zu sein. Mangels Truppenstärke kann man natürlich nicht weltweit Cowboy spielen, aber dann widmet man sich halt Rettungs- bzw. Hilfseinsätzen. Hauptsache man kann im Weltgeschehen mitmischen und sich ein wenig größer präsentieren als man ist. Das Zuhause alles drunter und drüber geht und Millionen von Steuergeldern in diese vollkommen sinnlosen Einsätze fließt scheint niemanden zu kümmern.
Warum kann Österreich nicht einfach mal still sein und sich ein Beispiel an wahren Vorbildern nehmen, wie beispielsweise der Schweiz.
Aber bei diesem Haufen Antiintelligenz mit der unser Parlament gefüllt ist wird dies wohl in hundert Jahren nicht dazu kommen.
————————————————————————————-
Ich nehme das eben geschilderte Thema als Anstoss für einen kurzen Beitrag über das oft diskutierte Berufsheer in Österreich.
Immer mal wieder hört man von den Diskussionen. Abschaffung der Wehrpflicht??? Berufsheer???
Doch so richtig scheint sich das nicht durchzusetzen. Doch was ist für Österreich wirklich sinnvoll?
Ich habe mal versucht dies in Vorteile und Nachteile einzuteilen:
Die Vorteile eines Berufsheeres sind:
- Würden ständig Leute gebraucht werden, manche Arbeitslose würden beim Heer unterkommen
- Die Leute die dort sind wollen es in der Regel auch wirklich machen (kein Frust)
Die Nachteile eines Berufsheeres sind:
- Bringt man genügend Leute auf den Geschmack???
- Hohe Kosten durch Bezahlung der Soldaten²
Die Vorteile eines Pflichtheeres sind:
Die Nachteile eines Pflichtheeres sind:
- Viele Leute haben großen Frust dadurch (jungen Menschen raubt man ein halbes Jahr)
- Viele Menschen findes es vollkommen absurd, weigern sich dem Dienst mit der Waffe und sind als Zivildiener tätig -> in dieser Zeit könnten sie schon arbeiten
² – Ich wage es zu bezweifeln das die kosten bei einem Pflichtheer billiger sind. Der Sold ist zwar geringer jedoch hat man viele Soldaten zu bezahlen.
Meine Ansicht ist klar, ich finde man sollte das Berufsheer wählen, so kann man vielen jungen Leuten die Chance geben entweder früher einen anderen Beruf zu erlernen ohne Zeit zu verschwenden oder Soldat zu werden und davon leben zu können. Ich finde, dass darin die Zukunft liegt. Wenn es zu einem ernstfall kommt, sollte jeder Österreicher Patriot genug sein um sein Land zu verteidigen (man bedenke, wieviel % die Österreicher in Österreich überhaupt noch ausmachen !!!). Andere Tätigkeiten des Heeres wie Katastrophenhilfe usw. ist genau das richtige für ein Berufsheer.
Da mein geistiger Erguss darüber nun auch zu Ende ist werde ich diesen Artikel mal abschließen.
Herzlichst,
Manfred Busensauer